Wegen Personalmangel und Wetterlage: Hunderte Passagiere strandeten am Flughafen Zürich

Am Flughafen Zürich herrschte am Donnerstagabend Chaos. Die Swiss musste kurzfristig mehrere Flüge streichen. Der Vorfall zeigt, worauf sich Fluggäste wohl weiterhin einstellen müssen.

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Die Swiss will im Sommer und Herbst etliche Flüge streichen, weil es an Personal fehlt.

Die Swiss will im Sommer und Herbst etliche Flüge streichen, weil es an Personal fehlt.

Christian Beutler / Keystone
cog.

Die Swiss hat am Donnerstagabend kurzfristig mehrere Flüge gestrichen. Dies bestätigt eine Mediensprecherin der Swiss auf Anfrage. Der Grund für das Chaos waren begrenzte Kapazitäten bei der europäischen Flugsicherung «aufgrund von Personalmangel und den Wetterbedingungen», wie die Swiss schreibt. Betroffen waren Hin- und Rückflüge nach Düsseldorf und London.

Zusätzlich musste ein Flugzeug der Swiss nach einem Blitzeinschlag einer Sicherheitsprüfung unterzogen werden und konnte für den Rückflug nicht mehr eingesetzt werden. Daneben musste die Fluggesellschaft einen weiteren Flug wegen eines Crew-Engpasses streichen.

Mitarbeiter am Flughafen Zürich organisierten laut Swiss Hotelübernachtungen und Verpflegung für die gestrandeten Passagiere. Für die Fluggäste, die nach London wollten, würden am Freitagmorgen grössere Flugzeuge eingesetzt.

Reduzierte Flüge über den Sommer und Herbst

Der Vorfall vom Donnerstagabend kommt, nur wenige Tage nachdem die Swiss nach einer Ankündigung Anfang Juni erneut mitgeteilt hat, wegen mangelnden Personals weitere Flüge während der Sommer- und Herbstmonate vorzeitig zu streichen.

Die zusätzlichen Anpassungen seien wegen der anhaltenden Ressourcenengpässe in der gesamten Airline-Industrie nötig geworden, hiess es bei der Swiss. Dazu gehören Engpässe bei der Flugsicherung in Europa, Engpässe bei Boden- und Flughafendienstleistern weltweit sowie auch in der Schweiz.

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